Palmöl hat die Nase vorn

Öle und Fette im Eis – WWF: „Nachhaltigkeit bei Eiscreme nicht vorhanden“

Eisproduzenten stellen kaum ökologische und soziale Anforderungen an Fette und Öle, kritisiert Ilka Petersen von WWF im Gespräch mit Georg Ehring im Deutschlandfunk.

Während bei Palmöl auf die Nachhaltigkeit geachtet werde, sei dies bei Kokos-, Raps-, oder Sonnenblumenöl in Eiscremes weniger der Fall.

Für Kunden gibt es aber auch Alternativen. Derzeit gibt es in Deutschland gute Gründe, sich ein Eis zu holen. Von Ananas bis Zitrone ist für viele Geschmäcker etwas dabei. Damit das Eis richtig gut schmeckt, braucht es allerdings noch einige andere Zutaten. Viele Eissorten enthalten Palmöl und andere Fette.

Der WWF hat sich mit diesen Inhaltsstoffen befasst und bei vielen Herstellern nachgefragt. Das Ergebnis ist ernüchternd, wie Ilka Petersen von WWF schildert. „Keines der befragten Unternehmen stellt irgendwelche ökologischen oder sozialen Anforderungen an die meisten Fette – außer an Palmöl.“

Das zeige, dass der Druck der Verbraucher beim Thema Palmöl schon etwas bewirkt hätte. Dennoch sei Palmöl nur ein kleiner Bestandteil. „Es ist zum Beispiel fast zehnmal so viel Kokosöl enthalten in den Eiscreme-Sorten und da fragt gar keiner danach.” Konsumenten könnten etwas daran ändern, indem er die kleine Eisdiele unterstütze und dort auch nachfrage, was für Produkte und Rohstoffe sie nutzten.

Quelle:

Fonap Pressespiegel 8/2020

Deutschlandfunk 31.7.2020, Interview Ilka Petersen im Gespräch mit Georg Ehring